Bibliografie Alexander Graf Stenbock-Fermor

Seit längerer Zeit ist bereits die Bibliografie zu Alexander Stenbock-Fermor online, welcher seit 1920 eine einprägsame Zeit in Neustrelitz verbrachte und nach dem Zweiten Weltkrieg für einige Monate das Pech hatte Oberbürgermeister von Neustrelitz zu sein – einem Zustand aus dem er sich im Übrigen schnell wieder befreien konnte.
http://syndikalismusforschungvt.wordpress.com/2013/01/30/bibliografie-alexander-graf-stenbock-fermor/

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Ergänzung und Update

Trotz längerer Publikationspause wird der Mecklenburg-Strelitz-Blog weiter betrieben werden. Doch sind die aktuell in Arbeit befindlichen Artikel außerordentlich rechercheintensiv und werden daher erst in einem vorzeigbaren Zustand veröffentlicht – was leider dauern wird.

Nach längerer Vorarbeit hat aber endlich ein langersehnter und lang vorbereiteter Blog seine Existenz begonnen:
rethra.wordpress.com
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Der Peter-Paul-Verlag in Feldberg – eine Bibliografie

Im mecklenburgischen Feldberg entstand nach dem Zweiten Weltkrieg ein privater Kinderbuchverlag. Nach dem Sohn seines Inhabers wurde er Peter-Paul-Verlag benannt. Am 19. Dezember 1946 erteilte die Sowjetische Militäradministration dem Juristen und Buchhändler Paul Zahl die Genehmigung zum Betrieb des Unternehmens. Fortan entstanden in der Feldberger Bahnhofstr. 1a unter der Lizenznummer 118 inhaltlich und gestalterisch hochwertige Kinder- und Jugendbücher. Der überaus erfolgreiche Privatverlag war allerdings ein Dorn im Auge der staatlich geplanten Wirtschaft. Und als im Jahre 1951 eine Neulizensierung notwendig wurde, wurde diese dem Peter-Paul-Verlag versagt. Bereits begonnene Buchprojekte durften zwar noch beendet werden, doch ein Weiterbetrieb des mittlerweile zweitgrößten Kinderbuchverlages der DDR war nicht möglich. Im Frühjahr 1953 musste auch Familie Zahl Feldberg in Richtung Westdeutschland verlassen. Damit fand ein kurzes Kapitel mecklenburg-strelitzscher Verlagsgeschichte ein abruptes Ende. Im Folgenden wollen wir die Bibliografie zu den publizierten Werken des Peter-Paul-Verlages vorstellen. Diese erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. (1)

Anmerkungen:

Der Kunstverein Feldberger Land e.V. hatte vom 14. Oktober 2011 bis März 2012 im „Haus des Gastes“ in Feldberg, Strelitzer Str. 42 eine Ausstellung zum Peter-Paul-Verlag gemacht.

Frau Dorsch von der Fallada-Bibliothek Feldberg sei ganz herzlich für die Ergänzungen zur Bibliografie gedankt (Dies betrifft die Titel: „Der Bösewicht“, „Ein dicker Mann, ein dünner Mann, ein schwarzer Mann“, „Was Heinerle in schwerer Zeit erlebte“ und „Alte Kinderreime“).

Bei erwünschter Verwendung der Bibliografie (Buchhandel etc.) wird um Quellenangabe (Mecklenburg-Strelitz Blog) bzw. Verlinkung gebeten:  https://mecklenburgstrelitz.wordpress.com

ehem-standort-d-peter-paul-verlagshaus

Ergänzung (Februar 2017): Das ehemalige Peter-Paul-Verlagshaus in Feldberg wurde unlängst abgerissen – ein recht merkwürdiger Umgang mit kulturellem Erbe in dieser Stadt.

 

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Zur Erinnerung – Peter Paul Zahl

Der Kinderbuchverlag seines Vaters trug seinen Namen (3)

sind sie
fragte der zöllner
in staten island
nadelöhr zum paradies
für emigranten
sind sie mitglied
der kommunistischen partei
oder einer ihrer unterorganisationen?

aber nein!
sagte bakunin
und lachte laut (1)


Hierzulande fast unbemerkt, verstarb am 24. Januar 2011 in seiner jamaikanischen Wahlheimat der anarchistische Schriftsteller und Verleger Peter Paul Zahl (PPZ). Geboren wurde Zahl vor genau 66 Jahren – am 14. März 1944 in Freiburg im Breisgau. Kurz nach seiner Geburt zog die Familie nach Feldberg in Mecklenburg-Strelitz. Weiterlesen

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Karl Fischer – Bibliographie

Als Ergänzung zu dem Artikel „Auf Wiedersehen“ folgt hier die bibliografische Vorstellung einiger Werke Karl Fischers. Viele seiner Manuskripte schlummern jedoch bis heute im Verborgenen – wobei ein Großteil von dem Archiv für Christlich-Demokratische Politik in Sankt Augustin beherbergt wird. Dennoch – es wird Zeit sie der Vergessenheit zu entreißen. Pastor Fischer hätte sich selbst gern als einen „deutschen Chesterton“ gesehen. G.K. Chesterton versuchte ebenfalls eine katholische Sichtweise über eine offene, leicht verständliche Sprache seinem Publikum zu erschließen – nur gelang ihm dies weitaus besser. Jedoch ist sein Einfluss vor allem bei Karl Fischers Novellen – angefangen mit den „Nächten der Wirrnis“ und fortgesetzt in „Begegnungen mit dem Unheimlichen“ deutlich zu erkennen. Das Motiv der Schöpfungsgeschichte – welches Chesterton in seinem wohl bekanntesten Roman „Der Mann der Donnerstag war“ verarbeitete – taucht bei Fischer ebenfalls auf. Ist es bei Chesterton eine mit autobiografischen Zügen versehene anarchistische Verschwörung, welche sich als skurilles Wirrwar entpuppt – so widmet sich Fischer in „Das Werk der sieben Tage“ der Tätigkeit eines katholischen Pfarrers in der Diaspora – mit ebenfalls starken autobiografischen Anleihen. In der entstehenden DDR begann Fischer immer mehr Zugeständnisse an die herrschende Ideologie zu machen. Seine biografischen und autobiografischen Veröffentlichungen sind fortan stark davon geprägt. Die folgende Bibliografie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird aber mit der Zeit ergänzt werden.
die Redaktion

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AUF WIEDERSEHEN!

zum 110. Geburtstag von Pastor Karl Fischer
geb. 20.12.1900 in Altona, gest. 28.03.1972 in Lobetal

„Vielleicht – oder wahrscheinlich – lag hier manches im argen. Aber daneben waren sicher auch noch manche Lichtstellen zu entdecken, wenn man mit Unvoreingenommenheit an die Dinge herantrat und nicht nach Art der Ideologen zu Werke ging, die zuerst eine Theorie aufstellen und dann in der Welt der Wirklichkeiten nach Beweisen dafür Umschau halten…“ (1.)

EINLEITUNG

Pastor Fischer war der erste katholische Nachkriegspfarrer in Neustrelitz. Am 1. April 1946 trat er die Nachfolge des von den Nationalsozialisten geköpften Pastors Dr. Schwentner (2.) an (A). Heute jährt sich sein 110. Geburtstag.

Bislang gibt es keine ernstzunehmende Biographie über das Leben Karl Fischers. Eine im Jahre 2000 in den Historisch-Politischen Mitteilungen der Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichte biographische Skizze, widmet sich vor allem der Aufdeckung der Widersprüche in der Person Fischers, und klärt über seine sexuellen Vorlieben auf (3). Diese Arbeit Bernd Schäfers offenbart eine deutliche Tendenz zur „Entlarvung“ – welche sich auch in sachlichen Fehlern dieser Studie niederschlägt. Selbst dort, wo es nichts zu entlarven gibt, wird entlarvt, so wenn Schäfer feststellt, dass Fischers „ganz besonderer Eifer“ der Verbreitung seiner Werke galt – als sei dies für einen Schriftsteller etwas völlig Ungewöhnliches. (4).

Eine Neustrelitzer Schülerarbeit im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten setzte im Jahre 2009 diese Richtung fort, und untersuchte Karl Fischer als „Helden der Widersprüche“ (5). Diese über die Studie Bernd Schäfers punktuell hinausgehende Arbeit der Schüler des Gymnasiums Carolinum wurde beim Wettbewerb ausgezeichnet.

Dass es Widersprüche in der Person Fischers gab, wurde in beiden Studien hinreichend belegt und soll hier auch nicht in Zweifel gezogen werden. Fischers gesellschaftliche Tätigkeit kann als eine merkwürdige Verbindung von Anpassung und dem Versuch der Selbstbehauptung gesehen werden. Oft genug betrat er dabei grenzwertige Wege. In seinem autobiographisch angehauchten Diaspora-Roman „Das Werk der sieben Tage“, lässt er den Studienrat Eno in diesem Sinne sagen: „Ein Entweder – Oder gibt es für mich im Seelenleben nicht. Zwischen Gut und Böse, zwischen Gläubig und Ungläubig sind tausend Stufen. Ich könnte Ihnen selbst nicht sagen, auf was für einem Absatz dieser schwindelnd hohen Himmelsleiter ich momentan angekommen bin, aber ein anderer wird es erst recht nicht können.“ (6)

Einem rührigen Biographen mag es vorbehalten bleiben die Persönlichkeit Karl Fischers in ihrer Gänze darzustellen. Hier soll lediglich ein Ausschnitt seines literarischen Schaffens vorgestellt werden. Karl Fischer hinterließ ein umfangreiches schriftstellerisches Werk. Darunter finden sich sowohl Novellen, Romane und Kurzgeschichten, religiöse, philosophische und politische Abhandlungen, als auch Hörspiele und zahlreiche Artikel zum Zeitgeschehen – diese allzuoft übermäßig dem Zeitgeist Weiterlesen

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BIBLIOGRAPHIE ZUM FALL JAKUBOWSKI

(unvollständig, wird ergänzt):

Brandt, Arthur: Unschuldig verurteilt, Richter sind nicht unfehlbar, Kapitel: Josef Jakubowski – unschuldig hingerichtet, Nur Indizien, Die Hinrichtung, Die wahren Täter, Eine Puppe; S. 15 – 23, Erwähnung auch im Vorwort, S. 11 – 12
Econ Verlag GmbH
1. Auflage: Düsseldorf und Wien 1982
Arthur Brandt war als Anwalt nach Jakubowskis Tod mit der Aufarbeitung des Falles beauftragt worden. Er überführte die wahren Täter, und konnte durch seine Tätigkeit bewirken, dass die Todesstrafe in Deutschland abgeschafft wurde.

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JOSEF JAKUBOWSKI

Die Josef-Jakubowski-Straße in Alt-Strelitz (ehem. Predigerstraße)

Ein Justizirrtum führte 1926 in Mecklenburg-Strelitz zu einem Justizmord. Heute erinnert ein Gedenkstein vor dem ehemaligen Gefängnisgebäude an dieses Verbrechen, und eine Straße in Alt-Strelitz wurde nach dem Hingerichteten benannt. Josef Jakubowski war ein polnischer Landarbeiter aus Dunai (heute Dubnai, Kreis Utena in Litauen), welcher als russischer Kriegsgefangener im ersten Weltkrieg nach Palingen bei Schönberg (damals Mecklenburg-Strelitz) geriet, wo er nach dem Krieg blieb und eine Lebensgefährtin fand. Diese starb allerdings schon bald an Schwindsucht und hinterließ Jakubowski ihren Sohn und eine gemeinsame Tochter. Als 1924 Jakubowskis Stiefsohn ermordet aufgefunden wurde, fiel der erste Verdacht des Ermittlers auf ihn.
In einem äußerst schlampig geführten Verfahren erfolgte die Verurteilung zum Tode –

Gedenkstein für Jakubowski in Alt-Strelitz

lediglich aufgrund von Indizien. Am 15. Februar 1926 wurde das Todesurteil durch einen Magdeburger Scharfrichter mit dem Fallbeil im Gefängnishof von Alt-Strelitz vollstreckt.
Wenige Jahre später wurde der wahre Täter ermittelt. Auch dieser wurde zunächst zum Tode verurteilt, das Urteil aber dann in lebenslange Zuchthausstrafe umgewandelt. Das Todesurteil an Jakubowski blieb jedoch formell bestehen – als Beispiel für das Rechtsverständnis der Justiz.

„Der Justizmord an Jakubowski“ zum Download

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DER JUSTIZMORD AN JAKUBOWSKI

Der Justizmord an Jakubowski - zum download auf das Bild klicken

Im Folgenden wollen wir die erste ausführliche Zusammenfassung zum „Fall Jakubowski“ vorstellen, welche einen Einblick in den Justizmord an Josef Jakubowski am 15. Februar 1926 in Alt-Strelitz gibt. „Der Justizmord an Jakubowski“ erschien 1928 im Tagebuch-Verlag, und sollte der Wiederaufnahme des Verfahrens dienen, und dabei helfen die Todesstrafe in der Weimarer Republik abzuschaffen.

Das Dokument ist OCR-erfasst, d.h. man hat die Möglichkeit innerhalb des Buches über die integrierte Suchfunktion direkt nach Namen und Begriffen zu suchen.

Die Redaktion

sammlung.mecklenburg.strelitz@googlemail.com

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OTTO GIEROW – DER PUPPENSPIELER

Die Strelitzer Straße heute (auf Höhe des ehemaligen Dürerhauses)

In den zwanziger Jahren befand sich in Neustrelitz in der Strelitzer Straße 41 das Dürerhaus.  Der Inhaber Otto Gierow betrieb hier seinerzeit ein weit über Neustrelitz hinaus bekanntes Kunstgewerbehaus und Puppentheater. Heute erinnert nichts mehr an diese Vergangenheit. Wir wollen hier einen Artikel von Dr. Ernst Meyer dokumentieren, welcher 1932 in den Mecklenburgischen Monatsheften erschien und einen guten Überblick über die Entstehung und das Wirken des Puppentheaters gibt. Eine wohl authentische Darstellung der Wanderung des Puppentheaters durch die Lüneburger Heide findet sich desweiteren in der Autobiographie Alexander Graf Stenbock-Fermors – „Der rote Graf“ – dessen Autor eine solche im Jahre 1923 mitmachte. Den Stoff verarbeitete Stenbock-Fermor auch in seiner 1942 erschienen Heidegeschichte „Schloss Teerkuhlen“. Stenbock wird darin durch den erfolglosen Schriftsteller Magnus Torsten verkörpert. Dem Hamburger Antiquar Holzschneider kommt die Rolle Gierows zu, welcher den jungen Berliner in die Welt des Puppenspiels einführt: „Verstehen Sie den Sinn unseres Märchenspiels, Herr Thorsten? Ich will ihn deuten: es geht um die Bannung der dunkel-drohenden Gefahr durch magischen Zauberspruch. Man wird der bösen Mächte Herr, wenn es gelingt, sie beim Namen zu nennen. Das ist gleichsam das Licht der Erkenntnis, um aus der Dumpfheit der Kreatur zur menschlichen Freiheit emporzusteigen.“

Kasperle vor einer Schulklasse (Zeichnung von Otto Linnekogel, in "Schloss Teerkuhlen")

Uns sind zur Zeit leider keine zeitgenössischen Aufnahmen des Dürerhauses bekannt. Auch was mit dem Dürerhaus in späterer Zeit geschah, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir würden uns daher sehr über weitere Informationen zum Dürerhaus freuen.

Die Redaktion
sammlung.mecklenburg.strelitz@googlemail.com

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