Im mecklenburgischen Feldberg entstand nach dem Zweiten Weltkrieg ein privater Kinderbuchverlag. Nach dem Sohn seines Inhabers wurde er Peter-Paul-Verlag benannt. Am 19. Dezember 1946 erteilte die Sowjetische Militäradministration dem Juristen und Buchhändler Paul Zahl die Genehmigung zum Betrieb des Unternehmens. Fortan entstanden in der Feldberger Bahnhofstr. 1a unter der Lizenznummer 118 inhaltlich und gestalterisch hochwertige Kinder- und Jugendbücher. Der überaus erfolgreiche Privatverlag war allerdings ein Dorn im Auge der staatlich geplanten Wirtschaft. Und als im Jahre 1951 eine Neulizensierung notwendig wurde, wurde diese dem Peter-Paul-Verlag versagt. Bereits begonnene Buchprojekte durften zwar noch beendet werden, doch ein Weiterbetrieb des mittlerweile zweitgrößten Kinderbuchverlages der DDR war nicht möglich. Im Frühjahr 1953 musste auch Familie Zahl Feldberg in Richtung Westdeutschland verlassen. Damit fand ein kurzes Kapitel mecklenburg-strelitzscher Verlagsgeschichte ein abruptes Ende. Im Folgenden wollen wir die Bibliografie zu den publizierten Werken des Peter-Paul-Verlages vorstellen. Diese erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. (1)
Aus aktuellem Anlass:
Der Kunstverein Feldberger Land e.V. hat am 14. Oktober 2011 eine Ausstellung zum Peter-Paul-Verlag eröffnet. Diese kann bis Mitte März 2012 im “Haus des Gastes” in Feldberg, Strelitzer Str. 42 besichtigt werden. Nähere Informationen und Kontaktmöglichkeiten bitten wir direkt der Seite des Kunstvereins zu entnehmen:
http://www.kunstverein-feldberg.de/ausstellung_info.html
Frau Dorsch von der Fallada-Bibliothek Feldberg sei zudem ganz herzlich für die Ergänzungen zur Bibliografie gedankt (Dies betrifft die Titel: “Der Bösewicht”, “Ein dicker Mann, ein dünner Mann, ein schwarzer Mann”, “Was Heinerle in schwerer Zeit erlebte” und “Alte Kinderreime”).
Bei erwünschter Verwendung der Bibliografie (Buchhandel etc.) wird um Quellenangabe (Mecklenburg-Strelitz Blog) bzw. Verlinkung gebeten: http://mecklenburgstrelitz.wordpress.com








